Login

Rettungsgasse

  

Definition: 

Die Rettungsgasse ist der Fahrweg für Rettungskräfte auf mehrsspurigen Richtungsfahrbahnen. Die anderen Verkehrsteilnehmer sind verpflichtet, diese bei jedem Rückstau – insbesondere hinter einer Unfallstelle – zu schaffen.

Die Rettungsgasse wird auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrspuren für eine Richtung immer zwischen dem äußerst linken und dem nächst folgenden Fahrsspuren gebildet. Das gilt sowohl für zwei-, drei- als auch für vierspurige Straßen – und nicht nur auf Autobahnen. Sogar innerorts, wenn sich auf entsprechend ausgebauten Hauptverkehrsstraßen auf allen Fahrspuren ein Stau gebildet hat und sich ein oder mehrere Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit Blaulicht und Martinshorn nähert, werden sie sich nach diesem Prinzip freie Bahn zu schaffen versuchen.

 

Was gilt es noch zu beachten?

Der Standstreifen wird von den Einsatzkräften eher ungern benutzt (weil oft nicht auf ganzer Länge ausgebaut und unvermutet durch liegengebliebene Fahrzeuge blockiert), darf jedoch auch von den anderen Verkehrsteilnehmern in keinem Fall genutzt werden, was allerdings sehr oft aus Unwissenheit getan wird.

Die Bildung der Rettungsgasse ist für Deutschland in § 11 Abs. 2 StVO geregelt. Wer die Rettungsgasse nicht vorschriftsmäßig bei stockendem Verkehr bildet, muss ein Verwarnungsgeld zahlen, da ordnungswidrig gemäß §§ 11, 49 StVO, § 24 StVG. Bei schwerwiegenden Behinderungen kommt unter Umständen eine strafrechtliche Verfolgung hinzu.

 

zweispurige-autobahn kopie

 

dreispurige-autobahn kopie

 

Es ist immer dabei zu beachten, dass in der Regel nicht nur ein Einsatzfahrzeug bei Unfällen der verschiedensten Arten zum Einsatz kommen kann.

Halten Sie bitte die Rettungsgasse, bis Sie an der Unfallstelle vorbei sind, frei.

 

Denken Sie daran, die nächste Hilfe könnten Sie auch selbst

brauchen!